Donnerstag, 17. April 2008

Ist eine 32€-Ordnungswidrigkeit rund 20-fache Steuergeldkosten wert ?


Wiesbadener Grundeinkommens-Initiative fordert Staatsanwaltschaft auf: Rechtsgrundsatz der Ungleichbehandlung von Ungleichem gegenüber Hartz IVBetroffenen anzuwenden

Weil eine Wiesbadener Hartz IV-Betroffene aus dem kargen 347€-Regelsatz eine 32€-Ordnungswidrigkeit nicht bezahlen konnte, soll sie nun 3 Tage Erzwingungshaft abbüßen und zusätzlich die durch Mahnungen verdoppelte Summe von 66 € zahlen. Das sei ein „übliches Druckmittel“, erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Hartmut Ferse, gegenüber der Frankfurter Rundschau vom 12. April.

Zwischen der Ordnungswidrigkeit im Jahre 2005 und dem Landgerichts-Beschluss zur Zulässigkeit der Haft im März 2008 liegt ein bürokratischer Marathon vom Ordnungsamt durch sämtliche Gerichtsinstanzen bis hin zur Staatsanwaltschaft, den die Wiesbadener Initiative Grundeinkommen für unverhältnismäßig hält. Nach ihrer Schätzung dürfte auf diesem Rechtsweg etwa das 20-fache der Ursprungssumme von 32 € entstanden sein, grob geschätzt rund 600 €.

Darüber hinaus teilt die im Januar diesen Jahres gegründete Wiesbadener Initiative Grundeinkommen ebenfalls nicht die Haltung der Staatsanwaltschaft: „Wir müssen alle gleich behandeln“. Das widerspricht nach Einschätzung der Initiative dem aus dem Gleichheitsgrundsatz des Artikel 3 Abs. 1 des Grundgesetzes abgeleiteten differenzierten Rechtsgrundsatz des Willkürverbots. Danach darf der Staat nicht willkürlich wesentlich Ungleiches gleich behandeln. Insofern rügt die Grundeinkommensinitiative, dass ein in finanzieller Armut lebender Bürger willkürlich genauso behandelt wird wie einer, der ohne Not ein Bußgeld zahlen könnte, wenn er nur wollte.

Die Betroffene wäre bei auskömmlicher Lebensgrundlage durch ein von einem breiten gesellschaftlichen Spektrum gefordertes Bedingungsloses Grundeinkommen auch gar nicht erst in die Not gekommen, wegen 32 € von der Staatsgewalt mit Gefängnis bedroht zu werden. Die Initiative teilt die Einschätzung des Thüringischen Ministerpräsidenten Dieter Althaus, der jüngst beim Kolpingwerk auf einer Veranstaltung zum Bedingungslosen Grundeinkommen kritisierte, dass staatliche Organe glaubten, die Bürger zu sehr belehren und betreuen zu müssen. Althaus mahnte an, stattdessen „den Bürgern mehr zuzutrauen“.

TERMIN: Infostand und Sammlung , um der Betroffenen Gefängnis zu ersparen:

Freitag 18. April von 14 bis 17 Uhr , Wiesbaden Mauritiusplatz.




Wiesbaden, 17. April 2008
Brigitte Vallenthin
Presse
Wiesbadener Initiative Grundeinkommen
Du bist der GRUND für ein EINKOMMEN
fon 0611- 172 12 21
mobil 0160 - 912 794 65
email info@grundeinkommen-wiesbaden.de
web www.grundeinkommen-wiesbaden.de

Dienstag, 25. März 2008

Termine

15. - 21.09.2008

24.-26.10.2008, Berlin

Samstag, 15. März 2008

Kleine Stichwortliste

... zur Nachbereitung unseres Treffens am 13. März 2008

  • Aktionen überlegen und geeignete Orte suchen:




Dienstag, 11. März 2008

Mehr Metzger in die Parlamente !


Wiesbadener Grundeinkommens-Initiative unterstützt NRW-Volksinitiative für kandidatenbezogenes Wahlrecht

Brigitte Vallenthin beim “Mehr Demokratie”-Aktionscamp in Düsseldorf
Brigitte Vallenthin (mitte) beim
“Mehr Demokratie”-Aktionscamp in Düsseldorf
Bild-Coppyright: Mehr Demokratie

Für die Initiative Grundeinkommen Wiesbaden unterstützte Brigitte Vallenthin, den „OMNIBUS FÜR DIREKTE DEMOKRATIE“ sowie den Verein „Mehr Demokratie“ beim Endspurt für die Volksinitiative zur Einführung eines kandidatenbezogenen Wahlrechts auch in Nordrhein Westfalen. Mehr als 120 Menschen aus ganz Deutschland beteiligen sich am Düsseldorfer Aktionscamp, um die gesetzlich vorgeschriebene Anzahl von Unterschriften zusammen zu bringen. Über 1.000 sind es täglich. Und 57.000 Unterstützer haben bis jetzt unterzeichnet. So rückt das Ziel von 66.152 erforderlichen Unterschriften bis zum 21. März in greifbare Nähe.

„Dagmar Metzgers couragiertes Eintreten für Glaubwürdigkeit und mehr Demokratie in den Parlamenten, gib noch größere Motivation fürs Stimmen-Sammeln,“ stellt Brigitte Vallenthin fest: „Wir brauchen viel mehr direkt gewählte Metzger in den Parlamenten als blind fahnentreue Parteisoldaten.“

siehe auch:
www.neues-wahlrecht.de


Wiesbaden, 10. März 2008
Brigitte Vallenthin
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Wiesbadener Initiative Grundeinkommen
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Dienstag, 26. Februar 2008

Das Mittel gegen das Lichtenstein-Syndrom: Bedingungsloses Grundeinkommen


Wiesbadener Grundeinkommens-Initiative empfiehlt: Keine Steuern – keine Schlupflöcher !


“Das hätten die kreativen Pioniere eines Konzepts des Bedingungslosen Grundeinkommens in Verbindung mit der größten Steuervereinfachung wohl kaum geahnt - dass ihre Idee auch noch das Mittel gegen das Lichtenstein-Syndrom sein könnte,“ erklärt Brigitte Vallenthin für die “Initiative Grundeinkommen Wiesbaden“.


Die erwähnten Pioniere sind Götz Werner und Benediktus Hardorp aus Deutschland sowie Enno Schmidt und Daniel Häni aus der Schweiz. Sie haben für die Umsetzung des Bedingungslosen Grundeinkommens das Konzept einer alleinigen Erhebung sämtlicher Steuern durch die Mehrwertsteuer entwickelt.


“Die brauchen für die Steuererklärung noch nicht einmal einen Bierdeckel, wie einst Friedrich März,“ stellt Vallenthin begeistert fest. “Und so gibt es kein Entrinnen: Ob Frühstücksbrötchen oder Ferrari - alle Steuern werden gerecht und gleich an der Ladenkasse abgerechnet“, führt die Sprecherin der Wiesbadener Initiative weiter aus und fährt fort: “Das geniale daran: Keine Steuern – keine Schlupflöcher!“



siehe auch:

http://www.unternimm-die-zukunft.de
http://www.initiative-grundeinkommen.ch



Wiesbaden, 26. Februar 2008
Brigitte Vallenthin
Presse
Wiesbadener Initiative Grundeinkommen
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Sonntag, 10. Februar 2008

Über uns


Anfang 2008 haben wir uns gegründet, um die Idee des Grundeinkommens auch hier in der Region Wiesbaden offensiv zu vertreten und bekannter zu machen. Zugleich geht es uns darum, gemeinsam die Positionen und Hintergründe in Sachen Grundeinkommen auszuloten.

Welches Menschenbild, welche Vision von Gesellschaft vertreten wir? Welche Wege der Umsetzung, welche Finanzierungsmöglichkeiten sehen wir? Zu diesen Fragen wollen wir Experten hinzuziehen, mit denen wir gemeinsam diskutieren.

Natürlich geht es auch darum, was hier in Wiesbaden und Umgebung getan werden kann, um der Vision des Grundeinkommens näher zu kommen – mit Aktionen und Initiativen zur Tagespolitik. Zugleich wollen wir in einem offenen Bündnis mit deutschlandweiten Initiativen kooperieren – wie z. B. der Initiative “Freiheit statt Vollbeschäftigung”, und der Initiative “Unternimm die Zukunft”.

Die Wiesbadener Initiative Grundeinkommen tritt für ein Grundeinkommen ein, das die folgenden vier Kriterien erfüllt: individuell, existenzsichernd, ohne Bedürftigkeitsprüfung, ohne Arbeitszwang.

Darüber hinaus beteiligen wir uns auch am Kampf für die weltweite Durchsetzung der Menschenrechte, für die das existenzsichernde Grundeinkommen eine unverzichtbare Basis darstellt.

Ein weiteres Motiv für unser Engagement läßt sich vielleicht am besten so ausdrücken:

Wir arbeiten lieber für MENSCHEN als für Geld!

Grundeinkommen für alle – der Start in die Bürgergesellschaft!

Wir sehen im Grundeinkommen nicht nur ein Mittel zur Armutsbekämpfung, sondern wir verstehen es als Teil einer umfassenden gesellschaftlichen Erneuerung in Richtung eines freiheitlichen und solidarischen Gemeinwesens. In diesem Zusammenhang sind uns folgende Aspekte wichtig:

  • ein Menschenbild, das Freiheit und individuelle Entfaltungsmöglichkeiten in den Mittelpunkt stellt
  • soziale Grundrechte, die für alle Menschen gelten
  • ein solidarisches Verhältnis von Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft
  • die Vision eines Gemeinwesens, das von der Zivilgesellschaft getragen wird
  • ein neuer Arbeitsbegriff, der auf die freie Initiative des Einzelnen setzt und soziale sowie kulturelle Leistungen voll anerkennt.


Weblinks